Der gedruckte Mundschutz in der Sportzahnmedizin – ein toxikologisches Missverständnis

Publikation

Der gedruckte Mundschutz in der Sportzahnmedizin – ein toxikologisches Missverständnis

Die athletische Sonderbilanz photopolymerer Mundschutze in der Systematik der Zahnmedizin über die NAM-ZahnHeilkunde: Belastung als Expositions- und Wirkungsverstärker, die Dysrhopie der Leistungsachsen und die Werkstoffhierarchie für die Praxis von ÖGSZM und SBMC

Autoren Fritsch T, Avgerinos S
2026
Deutsch
23 Seiten
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Zusammenfassung

Die Arbeit zur gedruckten Schiene hat gezeigt, dass der Wechsel vom tiefgezogenen Thermoplasten zum radikalisch gehärteten Photopolymer ein reaktives Chemiesystem in die Mundhöhle verlegt, dessen Fracht verschluckt, resorbiert und hepatisch über ein mutagenes Epoxid-Intermediat verstoffwechselt wird [1]. Die vorliegende Arbeit führt diese Bilanz dorthin weiter, wo sie am schärfsten wird: zum sportzahnmedizinischen Mundschutz. Der Athlet trägt sein Gerät in dem Zustand, der von jeder Prüfbedingung am weitesten entfernt ist, also dehydriert, hypertherm und unter Maximalkraft pressend, und die Belastung verschiebt beide Seiten der Rechnung zugleich: Dehydratation halbiert die Speichelflussrate und mehr, Temperatur und Pressdruck steigern Elution und Partikelabrieb, während die hepatosplanchnische Drosselung auf 20 bis 40 Prozent des Ruhewerts und der Verbrauch von Glutathion und NAD+ durch die Belastung selbst die Entsorgung derselben Fracht verlangsamen. Eine hormonelle Sonderbilanz kommt hinzu. Die Leistungsphysiologie rechnet in Rhopien, in Testosteron/Cortisol als anabole-katabole Bilanz und Testosteron/ Östradiol als Achse der Anpassung, und ein östrogenmimetischer Eluatanteil verschiebt diese Signalverhältnisse, ohne einen einzigen endogenen Absolutwert zu ändern. Das Immunfenster nach Belastung, der Leistungsnutzen des Kieferpressens über die konkurrente Aktivierungspotenzierung und sechs sportspezifische Expositionsmuster vervollständigen die Bilanz: das intermittierende Trageprofil mit Hitze- und Desinfektionsalterung, der Impakt als Partikelereignis, das Getränkereservoir unter der Schale, der instrumentierte Mundschutz mit eingebetteter Elektronik, die konfektionierte Versorgung am wachsenden Kiefer und das Hartgewebsfenster des Nachwuchssports. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Der Mundschutz bleibt sportzahnmedizinisch geboten, und sein neuromuskulärer Nutzen ist werkstoffunabhängig, denn der tiefgezogene Thermoplast liefert ihn ohne Monomerreservoir. Es gibt keinen Leistungsgrund, der das Photopolymer verlangt, und der mechanische Vergleich trägt ebenfalls keinen: Der gedruckte Mundschutz besteht ihn, teils gewinnt er ihn; die Entscheidung fällt auf dem toxikologischen Feld. Die Arbeit schließt mit einer Werkstoffhierarchie und acht sportzahnmedizinischen Forderungen, die auf den Forderungen F1 bis F10 der Schienenarbeit aufsetzen und die ÖGSZM und SBMC ihrer Zertifizierungspraxis zugrunde legen sollten.