Die Rhopie

Publikation

Die Rhopie

Verhältnissteuerung als zweites Steuerungsprinzip — von der Zahnmedizin in die Medizin

Autoren Fritsch T
2026
Deutsch
25 Seiten
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Zusammenfassung

Die Hormesis beschreibt, wie ein Organismus auf die Menge eines Reizes antwortet. Als zweiphasige Dosis-Wirkungs-Beziehung wurde sie über die Synechohormesis in die Systematik der Zahnmedizin über die NAM-ZahnHeilkunde eingeführt [1,2] und trägt dort die Reizlehre. Sie erklärt jedoch nicht den Teil der Biologie, in dem Systeme keine Mengen lesen, sondern Verhältnisse. Für diese zweite Klasse führt das vorliegende Papier den Begriff Rhopie ein (griech. ῥοπή, der Ausschlag der Waage). Die Abgrenzung zur Hormesis läuft nicht über die Dimension der Eingangsgröße — jede Dosis lässt sich rechnerisch normieren —, sondern über eine experimentell prüfbare Formeigenschaft: die Invarianz der Wirkung gegenüber gemeinsamer Skalierung beider Partner. Das Papier definiert die Begriffsfamilie (Rhopie, rhopisch, Rhopik, Isorrhopie, Anisorrhopie, Dysrhopie), unterscheidet zwei Quotiententypen, gibt mit dem Skalierungstest ein Prüfprotokoll an, grenzt den Begriff gegen die bereits benannten Einzelphänomene der Systembiologie ab, benennt mit der rhopo-hormetischen Kopplung seine Geltungsgrenze und legt ein Klassifikationsschema vor, das angibt, welche Befunde die Rhopie nicht erklärt. Den Ausgangspunkt liefert die Zahnmedizin, deren fünf Kerndiagnosen sämtlich über Quotienten definiert sind; von dort führt das Papier den Begriff in die allgemeine Medizin.

Zitationsvorschlag

Fritsch T. Die Rhopie. Verhältnissteuerung als zweites Steuerungsprinzip — von der Zahnmedizin in die Medizin. NAM-Journal 2026. DOI: 10.64447/2026nam0033