Ibuprofen in der Sportzahnmedizin

Publikation

Ibuprofen in der Sportzahnmedizin

Der unsichtbare Patient – Analgetikaabusus, metabolische Sonderstellung und sportzahnmedizinische Konsequenzen

Autoren Fritsch T
2026
Deutsch
26 Seiten
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Zusammenfassung

Der Leistungssportler unterscheidet sich metabolisch, immunologisch, endokrinologisch, ernährungsphysiologisch, zirkadian und pharmakokinetisch so grundlegend vom Normalpatienten, dass die konventionelle zahnmedizinische Analgetikatherapie – insbesondere die empirische Ibuprofen-Verschreibung – einer vollständigen Neubewertung bedarf. Die Prävalenz des NSAID-Abusus im Leistungssport liegt bei 40–86 %, wobei sportartspezifische Muster existieren (Fußball 60–70 %, Triathlon 70–89 %, American Football 52–71 % Opioid-Nutzung). Dieses Ausmaß wird weder von Sportlern thematisiert noch von Ärzten systematisch erfragt – es herrscht eine Kultur der nichtformulierten Normalität und nichtformulierten Scham.
Das Zytokinprofil des Athleten (IL-6 als Myokin bis 100-fach erhöht, TNF-α attenuiert, IL-10 erhöht, IL-1β bei Übertraining chronisch eleviert, sIgA mukosal erniedrigt, NK-Zellen biphasisch) schafft eine immunologische Landschaft, in der die IBU-Wirkung fundamental andere Effekte erzeugt als beim Normalpatienten. Dieses Paper entwickelt auf Basis der Systematik der Zahnmedizin über die NAM-Zahnheilkunde eine sportzahnmedizinische Analytik und Protokollsystematik, die den Analgetikaabusus als klinische Realität akzeptiert, ohne den Athleten zu stigmatisieren. Es formuliert Behandlungsprotokolle für zahnmedizinische Interventionen, die eine latente COX-Hemmung durch Eigenkonsum voraussetzen, und integriert die Konsequenzen für Salutogenese, Planetary Health und Sustainable Dentistry.

Zitationsvorschlag

Fritsch T. Ibuprofen in der Sportzahnmedizin. Der unsichtbare Patient – Analgetikaabusus, metabolische Sonderstellung und sportzahnmedizinische Konsequenzen. NAM-Journal 2026. DOI: 10.64447/2026nam0005