Warum hyperbare Sauerstofftherapie bei Patienten mit dentalen mitochondrialen Blockaden nicht wirksam ist

Publikation

Warum hyperbare Sauerstofftherapie bei Patienten mit dentalen mitochondrialen Blockaden nicht wirksam ist

Das NAM-HBOT-Paradoxon: Eine mechanistische Analyse integrierender Ferroptose, Peroxynitrit, Kynurenin-Metabolismus, mTOR-Dysregulation und ER-Stress

Autoren Fritsch T, Avgerinos S, Jacob U, Muss C
2025
Deutsch
45 Seiten
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Zusammenfassung

Hintergrund: Hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) wird als hormetischer Stimulus verstanden, der adaptive Antworten über oxidativen Stress induziert. Klinische Evidenz zeigt jedoch paradoxe Verschlechterungen bei Patienten mit präexistierenden mitochondrialen Dysfunktionen. Dentale Pathologien – insbesondere Schwermetalltoxizität, Chemotoxizität dentaler Materialien, chronische Silent Inflammation und kraniomandibuläre Dysfunktionen – induzieren systematische mitochondriale Blockaden, die zentrale Adaptationsmechanismen kompromittieren.
Methoden: Systematische Literaturanalyse von über 60 peer-reviewed Publikationen zu HBOT-Mechanismen, mitochondrialer Dysfunktion, Ferroptose, reaktiven Stickstoffspezies, Kynurenin-Metabolismus, mTOR-Signaling, HIF-1α-Regulation und ER-Stress. Integration in das NAM-Dentistry-Framework (Neurobiology-Anatomy-Metabolism) mit Fokus auf die drei Säulen: Toxifikation, Silent Inflammation und Funktionsstörungen.
Ergebnisse: Identifikation von 8 mechanistischen Pathways, die bei HBOT-induzierter Hyperoxie zu ausgeprägter ROS/RNS-Amplifikation führen. Diese umfassen direkte mitochondriale Toxizität durch Schwermetalle und dentale Materialien mit ETC-Blockade, Kynurenin-Pathway mit NAD⁺-Depletion und neurotoxischen Metaboliten, multisystemische funktionelle Dysfunktionen mit lokaler und systematischer mitochondrialer Kompromittierung, Ferroptose durch GSH-Depletion und Fe²⁺-Akkumulation, Peroxynitrit-vermittelte ETC-Nitrosation und PARP-1-Überaktivierung, mTOR-Hyperaktivierung mit
Autophagie/Mitophagie-Blockade, HIF-1α-Dysregulation mit beeinträchtigter metabolischer Adaptation sowie ER-Stress mit UPR-Überaktivierung und Ca²⁺-Dyshomeostasis. Diese Pathways konvergieren auf vier finale gemeinsame Endstrecken: mitochondriale Dysfunktion, NAD⁺/GSH-Depletion, beeinträchtigte zelluläre Qualitätskontrolle und ROS/RNS-Amplifikation. Ein evidenzbasiertes HBOT-Readiness Score-System (0-100 Punkte) integriert Biomarker aller 8 Pathways zur Risikostratifikation.
Schlussfolgerung: Das NAM-HBOT-Paradoxon-Modell erklärt mechanistisch, warum HBOT bei dentalen mitochondrialen Blockaden von therapeutisch zu toxisch wird. Integration von NAM-Dentistry in HBOT-Praxis ermöglicht Paradigmenwechsel von symptomatischer zu kausaler, systembiologisch fundierter Medizin.

Zitationsvorschlag

Fritsch T, Avgerinos S, Jacob U, Muss C. Warum hyperbare Sauerstofftherapie bei Patienten mit dentalen mitochondrialen Blockaden nicht wirksam ist. Das NAM-HBOT-Paradoxon: Eine mechanistische Analyse integrierender Ferroptose, Peroxynitrit, Kynurenin-Metabolismus, mTOR-Dysregulation und ER-Stress. NAM-Journal 2025. DOI: 10.64447/2025nam0015